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Geothermie
Unter Geothermie (auch Erdwärme genannt) versteht man die Wärme, die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Sie gehört zu den regenerativen Energien und kann sowohl zum Heizen und Kühlen im Wärmemarkt, als auch zur Herstellung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.
Als Geothermie wird sowohl die wissentschaftliche Forschungsarbeit der thermischen Situation der Erde, als auch die ingenieurtechnische Tätigkeit mit der Erdwärme und ihre Anwendung bezeichnet.
Erdwärme steht immer zur Verfügung und ist weder von der Jahreszeit noch vom Klima abhängig. Sie steht praktisch überall zur Verfügung und soll nicht gespeichert werden: als Speicher dient die Erde selbst. Für eine Anlage zur Erdwärmenutzung braucht man sehr wenig Platz auf der Erdoberfläche, denn der wesentliche Teil der Anlage ist unsichtbar im Untergrund zu finden.
Hauptvorteile der Geothermie für die Umwelt:
Bei den geothermischen Anlagen befindet sich weder eine Gasemission (CO2, NOx) noch eine Verbrennung. Dadurch trägt jede Anlage zur Verringerung des Treibhauseffekts bei. Die Substanzen, die von geothermalen Wässern mitgeführt sind, bleiben nicht an der Oberfläche zurück, denn das ganze geförderte Wasser wird wieder in den Untergrund zurück injiziert. Ausserdem werden bei einer geothermischen Anlage keine gefährlichen Substanzen an die Oberfläche geliefert oder dort gelagert. Nach der Beendigung der Bohrungen brauchen geothermische Anlagen im Vergleich zu anderen Kraftwerkstypen nur wenig Platz. Die Größe der Oberflächeninstallationen ist sehr klein.
Sicherheitsprobleme bei der Anwendung der Geothermie:
Schlecht zementierte Verrohrungen oder nicht überprüfte Gasaustritte könnten das einzige Risiko während der Bohrung bedeuten. Während der Anwendung der Geothermie werden keine gefährlichen Stoffe geliefert, gelagert oder verbrennt, deshalb gibt es keine spezifischen Risiken. Alle durch die Bohrung erzeugten Flüssigkeiten und Gase werden völlig zurück in den Untergrund injiziert.
Global gesehen ist die Erdwärme die größte Energiequelle. Zusätzlich führen unterirdische Wasserzirkulationen mittels durch die Erdkruste ständig strömenden Wärmeflusses ununterbrochen Wärme in Richtung Erdoberfläche. Durch die nachhaltige Bewirtschaftung eines geothermischen Vorrates, in welchem das abgekühltes Wasser permanent wieder zurückinjiziert wird, wird ein ständiger Betrieb während sehr vieler Jahre erlaubt.
Für menschliche Perioden bedeutet die Erdwärme praktisch eine unbegrenzte Quelle und wird auch für kommende Generationen disponibel bleiben. Eine geothermische Quelle gilt nur dann als unbeschränkt erneuerbar, wenn durch die Energieproduktion nicht der natürliche Zustrom von Wärme und/oder Wasser überstiegen wird.
